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Reisebericht Offizieller Besuch in Chamonix vom 3. bis 7. Sept. 2015 (2)

Reisebericht: Offizieller Besuch einer Gruppe des Partnerstädtevereins in Chamonix vom 3. bis 7.  September 2015
Teilnehmer:     Birgit Neuner, Elfi Stiefl, Hella Bruckmaier, Irmgard Réthoré, Trudi Vogt,                                 Sibylle Pander

 

Donnerstag, 03.09.15

Start um 7h00 ab Farchant. Abholung laut Plan: Hella, Elfi, Irmgard, Birgit und zum Schluss Trudi. Los geht’s dann um 7h45 ab Grainau. SP entscheidet sich für die Allgäu-Route. Alles ohne Probleme bei leichtem Regen. Nur mit dem Auto stimmt was nicht! Es fährt nicht schneller als maximal 110 und beschleunigt nicht beim Runterschalten! In der Anzeige leuchtet ein Sym-bol (?). So können wir nicht weiter fahren und entscheiden uns für einen Stopp in einer Daimler-Werkstatt in Lindau. Und schon naht Rettung in Form des großen Sterns keine 200 m von der Auffahrt Lindau an der A96 entfernt.

Das Symbol weist auf ein Problem mit dem Rußpartikel-Filter hin, weswegen der Betrieb auf Schonmodus lief ohne eine Möglichkeit des Eingreifens. Das Auto muss an den Computer, während wir uns die Zeit mit Kaffeetrinken, Fernsehen und Pipimachen vertreiben. Nach 1 Stunde gehe ich mal in die Werkstatt und verfolge das Ende des Lesemodus. Es wird viel Papier ausgedruckt, aber alles ist o.k. Bezahlen müssen wir nichts, die Garantie ist noch nicht abgelau-fen! Wir spendieren 10 € Trinkgeld und weiter geht die Reise – ohne Probleme. Durch den Pfändertunnel bis Dornbirn und dann auf die A1 (CH). Relativ wenig Verkehr außer im Groß-raum Zürich und Bern. Kurzer Pipi-Stopp (Motorradler!) und kleiner Imbiss vor Martigny (Großer St. Bernhard). Sauteuer: 1 Stück Datschi (sehr gut!!) und 1 Capuccino kosten € 10,50!. Starker Wind im Rhonetal, aber blaue Flecken am Himmel. Ankunft im Hotel um kurz vor 17h00 bei Regen. Zimmer beziehen, kurzer Rundgang (Alpina Dach- und Untergeschoß) und Bierchen im Croix Blanche (CB) für € 22,00 (SP).

Apéro und Essen im Irish Pub mit den Vertretern von Chamonix Manet, Michelle, Michel Charlet, Georges Sohier, FL, Elizabeth Laboue. Sehr netter Abend mit den „fidèles“. Manet & Michelle fliegen am nächsten Tag für 1 Woche nach Rumänien, Michel Charlet fährt nach Marseille.

Erschöpft aber glücklich zu Bett (Zi. 26).

Freitag, 04.09.15

Wetter:           EIN PAAR WOLKEN  – SONNE

Elfi’s 80. Geburtstag! Ich dekoriere den Frühstückstisch. Auf Trudi’s Wunsch um 7h30 – alle sind da außer Trudi und Elfi!!! Sie haben total verpennt, wir sind leicht angesäuert und die Kerzen schon fast zur Hälfte abgebrannt, als die beiden endlich eintreffen!

Treff ist um 9h00 am Bahnhof Montenvers. Der Zug fährt aber erst um 9h30. Elfi und ich gehen noch schnell zurück zum Hotel, um mehr Gläser zu holen – wir haben 2 Flaschen Sekt dabei! Der Korken knallt am Gipfel des Signal auf 2.204 m. Mit dabei sind Gisela, Marc, Georges, Elizabeth und Jean-Louis. Hella, Irmgard und Gisela haben leichte Probleme mit der Höhe und dem Tempo. Trudi & Elfi (verschleiert wg. der Lichtallergie) halten mit und auch Birgit ist gut drauf. Mir fällt das Laufen erstaunlich leicht und so übernehme ich die Führung. Es kommen uns viele, viele Menschen entgegen und man hört pausenlos „Bonjour“!

Wir gehen auf dem ‚Grand Balcon’ Richtung Plan de l’Aiguille, wo wir im Refuge zum Mittag-essen erwartet werden. Das Resto erreichen wir aber erst nach 14h00. Da ist die Suppe schon aus und muss erst neu gekocht werden. Das dauert … inzwischen weht ein kalter Wind. Geplant ist ja noch die Fahrt auf die Aiguille besonders für die, die noch nie oben waren. Die meisten nehmen gleich die Talfahrt um 16h00. An der Talstation verlieren wir uns aus den Augen und nur Gisela geht mit mir zurück zum Hotel. Um 19h00 ist der Stammtisch im L’M angesagt!

Inzwischen sind auch die Musiker aus Partenkirchen eingetroffen und spielen schon auf dem Platz vor der Terrasse des L’M.

Zum Apero/Stammtisch kommen etliche Freunde. Auch Michelle Rabiosi, deren Mutter gerade am Herzen operiert wurde und noch im Krankenhaus in Annecy liegt. Michelle hat ordentlich Gewicht zugelegt! Nach dem Umtrunk sind wir für das für 20h30 reservierte Abendessen im La Tablée sehr spät dran. Dort wollen wir Elfi’s Geburtstag in Deutscher Runde feiern. Zu unserer 6er Gruppe kommen noch Annemarie Goebel, Gisela Hopmann und Elizabeth Laboue. Tolles Essen und gar nicht teuer. Das 3-Gang Menü kostet € 24,50! Dazu 2 Flaschen Rosé etc. Wasser gratis auf dem Tisch.

Spät ins Bett, ich schlafe nicht gut, die Schulter tut höllisch weh.

Samstag, 05.09.15

Wetter:           BEDECKT, ABER KEIN REGEN

Samstag ist Markttag! Nachdem das Kristall-Museum erst ab 14h00 offen ist, gehen wir auf den Markt. So etwas haben wir noch nie gesehen! Das Angebot ist unglaublich. Allein am Gewürz-stand gibt es mind. 12 verschiedene Sorten Pfeffer! Ich kaufe nix, Birgit schlägt zu: Pullover, Tasche zum Einkaufen, Kristallkette und –ohrringe!

Dann meldet sich der Hunger. Das erste Resto verlassen wir schnell: zu laut und zu voll! Dann kommen wir noch bei Mario Colonel vorbei und schauen uns seine unglaublichen Fotos an! Ich erinnere mich an das ‚Fer à Cheval’, wo wir einen schönen runden Tisch bekommen. Anschl. geht’s zum Kristall-Museum. Ich beziehe mich auf FD und Michelle Rabiosi und wir zahlen keinen Eintritt. Alle sind von der Kristall-Ausstellung begeistert und auch die Ausstellung zum Thema Bergsteigen ist toll gemacht.

Abends ist das große Choucroûte-Essen angesagt. In der Lobby treffen sich zum offizielllen Austausch Annemarie Goebel, Bürgermeister Eric Fournier, Vorsitzende Partnerstädte CHX Francoise Devouassoux, Birgit, Gisela und ich. Eric Fournier bleibt nicht zum Essen, aber der intensive Austausch war sehr gut, vor allem da dies das erste offizielle Treffen mit dem Bürgermeister war. Er muss zu einem Empfang für eine Delegation aus Buthan. EF stammt aus einer Familie von „cristalliers“ und ist auch selbst einer. Sehr sportlich!

Das Essen ist ziemlich chaotisch und schlecht. Faux-Filet fast nicht zu essen und auch das Gratin schmeckt mir nicht! Am besten noch der Nachtisch „petite tarte aux myrtilles“.

Ein Tisch für die VP mit Bernard Borgarelli und copine, Claude Lamure und Angèle, Maurice Jaun mit copine (??), Sohiers etc. Sogar die Mutter von FD ist mit dabei – sie ist 93 Jahre alt und topfit!

Ich verteile die kleinen Mitbringsel. Um Mitternacht Licht aus!

Sonntag, 06.09.15

Wetter:           WOLKENLOS – Später ein paar WOLKEN; sehr frisch!

Wir haben noch keine Pläne für den letzten Tag – da kommt FL und bietet uns die Fahrt auf den Brévent an! Dorthin fahren auch die Musiker um 13h00. Leider machen die Wolken kurz nach unserer Ankunft oben dicht. Also runter zum Plan Praz (2.000 m) und von dort Wanderung in Ri Flégère. Gisela ist nicht mehr dabei. Hier trennen sich Hella und Irmgard (unsere Fleder-mäuschen) – sie wollen auf eigene Faust marschieren.

Elfi, Birgit, Trudi und ich tappen los – durch das Skigebiet erst talwärts, dann wieder leicht bergan. Ich bin weit voraus, warte aber immer an den kritischen Stellen. Auf einem schönen einsamen Steig treffen wir auf eine Gruppe Schafe, die es sich auf dem Weg gemütlich gemacht hat. Sie stehen auf und zeigen uns den Weg. Wenig später treffen sie auf einer Lichtung auf die Verwandtschaft und unsere Wege trennen sich. Es geht immer weiter bergab, durch einen Hochwald mit Pilzen! Dann kreuzten wir den „Sentier des Gardes“ und ich kenne mich wieder aus. Kurz darauf kommt der Abzweiger zum „La Floria“ – und das ist unser Ziel für die Kaffee-pause. Es ist 14h30! Michaela und Daniel freuen sich sehr und laden uns ein. Unsere beiden Fledermäuschen waren nicht da – wir hatten sie eigentlich dort erwartet. Nach vielen Fotos und Umarmungen und dem Leeren der 2. Flasche Geburtstags-Sekt gehen wir um 16h00 weiter Ri Chamonix. Dann über die Wiese am Club Med vorbei und durch eine Gasse zum Hotel. Wo wir erschöpft, aber glücklich ankommen. Und uns auf der Terrasse zu einer „ungewaschenen Halben“ niederlassen. Dazu kommt auch Frau Voggenreither (war auch schon in GaPa).

Für den Abend haben wir wieder einen Tisch im La Tablée reserviert – es war sooo gut am ersten Abend. Und es ist wieder sehr gut. Am Nebentisch sitzt ein wohlerzogenes Mini-Hünd-chen mit am Tisch und wird händisch gefüttert! Wir können es kaum fassen! Es handelt sich allem Anschein nach um Stammgäste.

Am gleichen Abend essen alle Musiker zusammen mit FL, Alain, AG, Gisela und der un-säglichen Franzi Osterberger im L’M ihre Henkersmahlzeit. Wir kommen gerade recht zum Genepi, den wir uns in der Bar servieren lassen. Immer noch wissen wir nicht so ganz genau, was das eigentlich ist! Erklärung s. am Ende!

FD kommt und wir schaffen den Stein vom Mont-Blanc Massif ins Auto (für Düsterhöft/GaPa). Ich packe die Rücksäcke etc. und schaffe alles schon mal ins Auto. In dieser Nacht schlafe ich hervorragend.


Montag, 07.09.15

Wetter:           WOLKENLOS, ABER FRISCH                 - Trudis Geburtstag!

Beim Frühstück (bei dem wir die Musiker in Zivil erst gar nicht erkennen!) lassen wir Trudi an ihrem dezent dekorierten Platz hochleben! Anschließend wird alles eingepackt. Große Verab-schiedung mit FL, Elizabeth, Georges und René Gruffat und dann Abfahrt zur Tankstelle. Man kann nur mit Karte tanken – und meine lehnt der Automat ab! Wir kaufen im Supermarkt die Brotzeit für den Waalensee ein und tanken in Argentière direkt an der Durchgangsstrasse gegen Bargeld!

Fahrt ohne Probleme mit einem Pipi-Stopp und ziemlich später Ankunft am Picknick-Platz. Dort sonnt sich eine Dame, was uns aber nicht weiter stört. Beim ausgiebigen Gelage mit Bier, Wein, Käse, Oliven, Wurst, Radieserl etc. stoßen wir noch einmal auf Trudi an! Eine sehr außer-gewöhnliche Geburtstagsfeier!!! Ich stelle fest, dass mein gelbes scharfes Messer abgängig ist! Zum Glück habe ich noch das alte Taschenmesser meines Vaters inkl. Korkenzieher. Alles ist gut!

Schweren Herzens packen wir die Reste zusammen und machen uns auf den letzten Teil der Reise, der uns über den Arlbergpass führt. Dort oben eine schnelle Kaffeepause (hervorragender Kaffee) und weiter geht’s über den Fernpass und Griesen (Tanken). Um ca. 19h15 steigt Trudi als erste aus, dann Hella, Birgit, Irmgard und Elfi. Um 20h00 bin ich daheim.

 

Ein wenig erschöpft, aber glücklich sinke ich in die Kissen – und schlafe wie ein Stein! Am nächsten Morgen bringe ich den Bus zurück. Niemand kontrolliert, ob vielleicht eine neue Beule dazu gekommen ist. Auch das graue Keilkissen taucht wieder auf – wegen der Tarnfarbe hatte ich es glatt übersehen. Vor der Rückgabe bringe ich noch den offiziellen Stein aus Chamonix für den Geologischen Lehrpfad „Steine des Alpenraums“ zum Steinmetz Seefried, der ihn zusammen mit den schon vorhandenen Steinen aus den anderen „Best of the Alps-Orten“ aufbereitet und an seinem vorgesehenen Platz aufstellt. Hier konnte der Partnerstädteverein als Überbringer mithelfen, dass dieses touristische Projekt bereichert wurde.

 

 

Farchant, den 10. September 2015

 

Sibylle Pander, Koordinatorin Chamonix

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